Aktuell

 

Ausstellungen Biographie Aktuell Love Hate

hallo freunde der kunst –

hier sind immer die aktuellen informationen zu meinen ausstellungen zu finden -


...und nach wie vor bin ich auf der suche nach einem galeristen, gerne auch ausstellungsbeteiligungen, wer meint mit meinen arbeiten etwas anfangen zu können, soll sich bitte melden

21. August 2012 - 19°°

Eine Ausstellung als Auftakt und Vorlauf zu der "1. Schwäbischen Kulturwoche" im ARD_Hauptstadtbüro an der Wilhelmstr. mit den KünstlerInnen Friederike Ruff, Anita Kapraljevic, Bernadette Rottler, Tillmann Damrau, Hubi W. Jäger.
Die kompakte Kulturwoche mit Theateraufführungen, Lesungen, Konzerten und natürlich kulinarischem dann vom 9. - 15. Oktober.

Vitrine #3 - Vernissage am 20. Juli 2012 um 19 Uhr

"Geometrische Abstraktion"

Diese Ausstellung nimmt sich ein spezielles Feld der Abstraktion zum Thema - geometrische Arbeiten. Man kennt solche Werke beispielsweise aus der Farbfeldmalerei, Hard Edge, OP Art und Zero, Kunst der 50er - 70er Jahre.
Heute gibt es eine Reihe von Künstlern die diese Themen – Farbe und Raum, Ornamentik, Reihung, Vorbild – Nachbild, Wirkung auf Auge und Bewusstsein - wieder aufgreifen. Die einen eher traditionell malerisch, andere in Verbindung mit "zeitgenössischen" Materialien wie Folien, Plastik, Vorgefundenem, sogar Recycling oder Fotografie, was über die klassische Malerei weit hinausgeht. Für diese Künstler ist es ein Spiel mit Material und dessen verborgenen Qualitäten, mit vorhandenen (Ab-)Bildern, ein Spiel mit Wahrnehmung und Suggestion. Aber ebenso geht es um kunstphilosophische Fragen und Gedanken zu Ähnlichkeit und Differenz, Abbild und Original, zu Wirkung von Kunst auf den Menschen und dessen Reaktionen.

So spielt Markus Beer mit Malerei und Zufall, arbeitet gestisch spontan und experimentiert mit Farbe und Werkzeug. Er erzeugt "Farbexplosionen" aber auch strenge "Spuren", fast wie im Schnee. Darüberhinaus arbeitet er auch figürlich.
André Butzer, ein international etablierter Künstler ist als ein klassischer Maler zu bezeichnen, der seine Motive immer wieder neu und anders erfindet. Manche Betrachter erinnern diese an Kinderzeichnungen, „sein Universum“ ist jedoch wesentlich komplexer.
Der Künstler DAG kommt ursprünglich aus der Streetart und Technoszene, benutzt digitale, technoide Zeichen und Logos sowie wie Pixel oder druckgraphische Elemente um damit rhythmische Muster, zu erzeugen. Doch nicht einfach glatt, sondern mit "Brüchen, Fehlern", so wie die Welt eben ist. Neuere Arbeiten lassen an impressionistische Landschaftsmalerei denken. Er sieht sich an der Schnittstelle zwischen Pointillismus und (technoidem) Minimalismus.
Lisa Endriss ist vielleicht noch am ehesten der klassischen Malerei verbunden. Sie legt mit unterschiedlichen Arbeitstechniken, meist gespachtelt, Farbspuren nebeneinander und erzeugt Räume der Imagination. Mithilfe der Doppelung der Bilder stellt sie Fragen nach Ähnlichkeit und Differenz, Vorbild und Abbild.
Fotografie ist ein Hauptmedium von Hubi W. Jäger das er in mehreren Serien benutzt um Bilder im Sinne von Malerei zu erarbeiten. Hier aus dem riesigen Bilderkonvolut "Berlin-Absurdistan" – zersplittertes Glas und Klebebänder ergeben einen abstrakten Bildraum, mit darin erkennbaren Spiegelungen der Umgebung.
Klaus Jörres wiederum spielt mit unserer Wahrnehmung, unseren Sinnen, in dem er im Sinne von OP-Art (meist) schwarz-weisse Muster endlos wiederholt und damit unser Auge flirrend verwirrt und die Bilder somit in Bewegung versetzt, vielleicht sogar uns selbst.
Der Professor der UdK Berlin Karsten Konrad geht vielleicht am radikalsten an das Thema Bild und was dieses heute sein kann. Neben seinen bekannten Skulptur-Collagen baut er aus schmalen recycelten Holzleisten geometrische Bilder, Reliefs. Diese Streifen zeigen ihr "vorheriges Leben" durch die unterschiedlichsten Oberflächen - Resopal, Funier, Lack oder auch die Struktur von Spanplatten – ebenso wie durch unsere Erinnerung an Dinge. Bringt uns Stile, Kurzlebigkeit von Waren und unser Konsumverhalten ins Gedächtnis.
Der indonesische Künstler Yudi Noor arbeitet mit transparenten Folien, Fotografien, Zeitungsausrissen und anderen Materialien die er übereinander schichtet und durch Zuschnitte illusionistische Räume erzeugt, in leuchtenden warmen Tönen.
Bernd Ribbeck ist im Grunde Zeichner der mit Hilfe von Farbstiften strukturierte Flächen nebeneinander setzt und dabei kristalline kaleidoskopische Bilder und Welten generiert die schon fast eine sakrale Atmosphäre entwickeln. Manch einer denkt an Paul Klee.

Vitrine-FN - in der oberen Passage zwischen BuchornPlatz und Romanshorner Platz
Vitrine-FN #3 täglich 24 Stunden 20. Juli – 15. August 2012

www.vitrine-fn.de

Vitrine #2 – Vernissage am 9. Juni 2012 um 16 Uhr
Hubi W. Jäger .– „Illuminationen“

"Im Zeichen der Kugel"

Im Juni kennen wir alle nur noch ein Thema: die Fussball-EM
In dieser Zeit zeige ich ein Bild aus meiner Serie "Illuminationen", eigentlich als Malerei, basierend auf einer Fotografie – völlig abstrakt, realistisch getreu malerisch in Öl umgesetzt – doch es hängt bereits im BundesInnenMinisterium, nun also das Motiv doch als Foto-IncJet-Print.
Es zeigt den Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund zur Zeit der WM 2006 – dem Sommermärchen. Auf dem Platz der nächtlich beleuchtete Riesen-Fussball-Globus.
Durch meine Art der "Illuminisierung" erstrahlt die gesamte Szenerie abstrakt in einem neuen Licht und neuer Gestalt.
Dazu zeige ich noch einige Fotografien aus der Serie "Illuminationen" der WM 2006 in kleinen Formaten. Und einige weitere Fotografien von der EM 2008, als Berlins Türken in Kreuzberg den Erfolg ihres Teams mit einem Corso enthusiastisch feierten.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 9. Juni bis 18. Juli 2012

Eröffnung der Vitrine am 4. Mai 2012 um 18 Uhr

mit der Ausstellung: Vitrine #1:
"Fundstücke – Trash – Transformationen"

Die Auftaktausstellung in der "Vitrine-FN" zeigt Werke von 7 Künstlern die alle im weiten Feld von Fundstücken, Trash Hinterlassenschaften und Erinnerungen arbeiten. Jeder von ihnen transformiert sein Ausgangsmaterial zu völlig neuen Objekten. Mal ernst, mal mehr humorvoll, hintersinnig und erinnernd spannen sie für uns einen Bogen vom Trivialen zur Kunst. Es sind Neuschöpfungen, radikale Veränderungen und Eingriffe, Umdeutungen und spielerische Verwandlungen. So stellen sich Fragen nach Wert und Bedeutung von Kunst und eigentlich "armen schäbigen" Materialien, Zeugnisse unserer Zivilisation. Wir sehen augenfällig deren Transformation. Sie spielen mit unserer Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, fordern unsere Erinnerungen.

Madeleine Boschan schafft aus einfachen, alltäglichen, manchmal kaputten oder bewusst zerstörten, veränderten (Bau)Materialien wie beispielsweise Lamellenjalousien in Kombination mit Neonröhren autonome Kunstwerke. Diese treten uns gegenüber wie technoide Aliens, ein Blick in die Zukunft?
Carly Fischer zeigt uns (scheinbar) achtlos weggeworfenen alltäglichen Müll wie er überall auf städtischen Strassen anzutreffen ist – Coladosen, zerquetschte leere Zigarettenschachteln, Zigarettenkippen, McDonalds Tüten usw. Doch der Schein trügt, alles ist akribisch exakt aus Papier nachgebaut und bemalt.
Ingo Gerken nutzt gefundene Prospekthalter, denen er mit wenigen Eingriffen, Trennungen und Verbiegungen, Bemalung oder Einfügen von Aquarelltöpfchen zu völlig neuer Form verhilft und somit auch eine neue Funktion zuweist. Sie spielen auch mit unseren kunsthistorischen Erinnerungen wenn sie uns wie ein 3-D-Mondrian erscheinen. Ihn interessiert tatsächlich die malerische Qualität und Kapazität der Objekte.
Mit Erinnerung arbeitet ebenfalls Gregor Hildebrandt, der Magnetbänder mit Musik oder Filmstreifen "einweckt" und somit Erinnerungen an Lieblingsstücke, Lieblings- und Schlüsselszenen der Filmgeschichte "haltbar" macht.
Hubi W. Jäger sammelt achtlos weggeworfenen Trash, meist Plastikteile, von den Strassen Berlins, zum Teil bereits "überfahren", zerstört und transformiert, collagiert diese Stücke sehr poetisch zu "Asphaltblumen".
Philip Topolovac zeigt gefundene Stücke aus Berlins vielen Baugruben – unverändert, kleine abstrakte Skulpturen aus Glas und Metall. Deren Schönheit bezaubert, weckt aber auch beängstigende Erinnerungen wenn wir erkennen und begreifen, dass diese in den Bombennächten und Feuerstürmen des zweiten Weltkriegs entstanden sind, verschüttet wurden – geschmolzener verbogener Hausrat, Alltagsgegenstände, Flaschen, Gläser, Geschirr. Ein Alptraum wie er auch in Friedrichshafen real war. Durch den Bauboom auf Berlins Brachen, die erst heute wieder bebaut werden, finden diese Skulpturen nun wieder ans Licht.
Die Ausstellung ist zu sehen vom 4. Mai bis zum 8. Juni '12.

Friedrichshafen bekommt eine neue Galerie – die Vitrine.

Darin möchte ich Ausschnitte aus der spannenden quirligen zeitgenössischen Kunstszene in Berlin präsentieren. Im monatlichen Rhythmus wird es Neues zu entdecken geben.
Die interessantesten aufstrebenden Künstler werden neben noch unbekannten vorgestellt.
In unterschiedlichen thematischen Ausstellungen treten aktuelle Arbeiten verschiedener Künstler in einen Dialog, hinterfragen, bestätigen und ergänzen sich gegenseitig, werden in der Konfrontation verständlich.

Selbst Künstler, in Immenstaad am Bodensee geboren und aufgewachsen, bin ich seit vielen Jahren in die Berliner Szene eingebunden, “bekannt wie ein bunter Hund” (Dr. Peter Funken), darüber hinaus ein besessener Betrachter des aktuellen Kunstgeschehens, sehe ich etwa 750 Ausstellungen im Jahr und habe dadurch einen tiefen Einblick in das aktuelle Schaffen und den Diskurs.
Unter diesen Voraussetzungen hoffe ich Ihnen interessante Werke und Künstler vorstellen zu können.
Ausserdem biete ich Ihnen Beratung und einen Vermittlungsservice für zeitgenössische Kunst.

Auf Ihre Reaktionen und Anfragen bin ich sehr gespannt.

www.vitrine-fn.de

 

Freitag 26. November 2010 ab 20°°: Gruppenausstellung im Spor Klübü - Freienwalderstr.31 (Wedding)

mit vielen aufstrebenden, interessanten Künstler zum Thema "Stranded in the future". Ich zeige einige meiner "Asphaltblumen"

Die "Asphaltblumen" geben uns einen Blick in die Zukunft, eine Vorstellung davon, was uns erwarten könnte, wenn die Natur durch die menschengemachte Katastrophe verschwunden ist und durch Imitationen ersetzt wird.
Bei den "Asphaltblumen" handelt es sich um Objekte - jedes eine anders aussehende Materialcollage, genauer Fundstück-Collagen, vor allem aus Plastikteilen, weggeworfenem Müll, gesammelt auf Berlins Strassen. (Es gibt auch eine Serie mit Strandgut.)
Diese neu zusammengesetzten Objekte verwandeln sich, mutieren in neue Bedeutungen und Zusammenhänge. Sie erzählen von Zivilisation, Konsum, urbanem zeitgenössischen Leben, dessen Zustand an ihnen ablesbar ist. ("Leben ist dreckig") Sie verweisen auf die allgemein verbreitete Künstlichkeit in unserem zivilisierten Leben und die Diskrepanz von "natürlich - künstlich".
Ebenso wie in den "Strassenportraits" bringe ich die "Dinge" aus dem öffentlichen Raum zurück in den Privaten. Die Dinge verfolgen uns.

Samstag 27. November 2010 ab 19°°: Gruppenausstellung in der Stiftung Starke - Koenigsallee30 (Grunewald)

Die weihnachtliche Gruppenshow umfasst eine Reihe bekannter Künstler die bereits in der Stftung Starke ausgestellt haben.
Von mir wird es diesmal den Fotoprint auf Leinwand "Illumination305f" zu sehen geben (auch günstiger!), letztes mal war es Malerei aus der selben Serie.
Das ganze in den wunderbaren grosszügigenen Räumen wird zu einer hoffentlich tollen Party ausarten... wir kennen doch unseren Jörg...

 

am Donnerstag 29.Mai 2010 wird das "Decken-Projekt" in der ForgottenBar eingeweiht...
eine dauerhafte Installation mit Werken von etwa 130 Künstlern..
von mir eine "Asphaltblume" - fast über der Bar.

 

am Montag 19.April 2010 ab 20°° in der ForgottenBar zeige ich einen "fliegenden Teppich" Boppstr5 . ich freue mich auf euch...

 

Dienstag und Mittwoch 5. + 6. Januar 2010 ab 20°°

Ihr seid alle herzlich eingeladen zu einer Two-Day-Show in der Forgotten Bar - Boppstr 5.

Abstrakte Malerei vom Feinsten von Markus Beer, Ter Hell, Hubi W. Jäger.

Und wer die kleine feine Kunst-Bar von Tjorg Douglas Bee noch nicht kennt, sollte unbedingt reinschauen - (fast) täglich wechselde Ausstellungen, die komplette (jüngere) Berliner Kunstszene stellt hier aus... Dazu gute Begegnungen, Drinks und Musik - eben Kreuzberg...

 

ich kann ihnen für den freitag 27.11.09 gleich zwei ausstellungsbeteiligungen ankündigen

und würde mich freuen sie zu begrüssen

das selbe motiv aus der serie "illumination" in zwei ausführungen –

als fotografie bei spor klübü – 20°° – Freienwalderstr.31 (wedding)

als malerei in der stiftung starke – 19°° – Koenigsallee30-32 (grunewald / ab 21°° livemusik)

 Weihnachtsausstellung
Künstler der Stiftung Starke

 
Fotografien, Installation und Gemälde von internationalen Künstlern
 
 
Wie jedes Jahr, veranstaltet die Stiftung Starke auch 2009 ihre große Weihnachtsausstellung  gemeinsam mit ihren Künstlern.
Der kunstinteressierte Besucher erhält einen Überblick über die verschiedensten Kunstrichtungen, ob Minimalismus, Photographie, Konzeptkunst, Gegenständliche Kunst oder Video. 
 
 
Vernissage
 
Freitag, 27. November 2009 um 19:00 Uhr
 
ab 21:00 Uhr wird das visuelle Erlebnis musikalisch untermalt mit der Band Montefury

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr und nach Vereinbarung
 
Ausstellungsdauer: 27.11. 09 – 25.01.10

Löwenpalais, Koenigsallee 30 – 32, 14193 Berlin
Tel. für Rückfragen: + 49 (o3o) 825 76 85
Fax: + 49 (030) 825 87 34
Email: info@stiftungstarke.de
Internet: www.stiftungstarke.de
BUS M19 Haltestelle Hasensprung, S7 Haltestelle Grunewald


 

nun noch einen hinweis auf meine ausstellungsbeteiligung am 28.november2008 bei:

 

folgender link führt zu einem videorundgang vom kunstkontakter durch die ausstellung in der stiftung starke, incl. interview :

http://www.berlinerkunstkontakter.de/flash/kw1308/hubijaeger27032009.htm

Hubi W. Jäger: „Illuminationen und Fliegende Teppiche“

von Dr.Peter Funken

 

Hubi W. Jäger – in Berlin ist dieser Mann bekannt wie ein bunter Hund. So gut wie jeder, der sich hier mit Kunst beschäftigt, hat ihn einmal kennen gelernt, denn Hubi W. Jäger ist ein „Art-Addict“, ein Kunstsüchtiger – einer, der permanent Ausstellungen besucht, vor allem Vernissagen. Er kennt so gut wie jede Galerie in der Stadt und ist stets bestens informiert. In einem Jahr – so berichtet er glaubhaft – besucht er mehr als 700 Ausstellungseröffnungen – nicht erwähnt sind hier die anderen Events, die er frequentiert – etwa Filmpremieren, Performances und Parties.

Bei solcher Kunstkenntnis mag es dann kaum verwundern, dass Hubi W. Jäger, schon immer in der Kunst tätig, eines Tages im Jahr 1990 wieder begonnen hat, sich mit der Produktion von Kunst zu befassen. Zuerst – dies liegt im Zeitalter der technischen Medien nahe – begann er zu fotografieren, und als der Nachtschwärmer, der er ist, war es Fotografie, die sich den nächtlichen Szenarien Berlins annahm und sich dabei vor allem den Phänomenen zuwendete, die das flüchtige Leben der Nacht zeigen – nämlich Spiegelungen, Reflektionen, Lichterscheinungen und -effekte in der Dunkelheit. Das Licht der Stadt ist elektrisch, ebenso wie das Leben in der Metropole, es ist das künstliche Licht der Werbung, der Kinos und des Nightlifes, es bricht und verändert sich immerzu, es beleuchtet eine Welt der Geschwindigkeit, des Scheins und des Seins, des Scheiterns und des Glücks – mithin die Party- und Nachtseite, die die Großstadt Berlin zu bieten hat. Dieses Licht war für Hubi W. Jäger elektrisierend und inspirierend. Nach ersten Versuchen mit der Fotografie, folgten Serien von Collagen und Decollagen, Materialbilder, Skulpturen und Installationen. Vor zirka sechs Jahren begann er die flüchtigen Lichterscheinungen, die er als Phänomene des Großstadtlebens wahrnahm, nicht nur mit der Kamera festzuhalten, sondern auch in Öl und auf Leinwand zu malen. Die Umsetzung der Fotos zu Tafelbildern ermöglicht ihm, seine Wahrnehmungen in eine größere Dimension zu übersetzen und die ihm wichtigen Aspekte – etwa das Changieren des Lichts, das Verrauschte und Verrutschte von Lichtinstallationen bei Events, die er aus der Bewegung fotografierte – malerisch präzise herauszuarbeiten. Entstanden sind Bilder, die Hubi W. Jäger „Illuminationen“ betitelt hat. Es sind abstrakte Motive, von denen der Künstler sagt, dass sie „auf der Straße liegen und an jeder Ecke lauern“.

Neben diesen Arbeiten zeigt er im Löwenpalais/Villa Starke zwei weitere Werkserien: Da ist zum einen die aus Verpackungsabfall – braunem Tape, Plastiktüten und Pappe – montierte Serie der „Fliegenden Teppiche“. Es sind skulpturale Wandarbeiten, die etwas Zerrissenes, Rohes und Verworfenes bezeichnen und dabei die Rückseite des schönen Scheins thematisieren, dem wir so gerne Glauben schenken. Außerdem stellt Hubi W. Jäger eine Serie von Fotocollagen aus, an der er seit 2004 fortlaufend arbeitet: Die mit dem Werktitel „Liebe zwischen Romantik und Kommerz“ versehenen Montagen, verbinden Texte, Filmplakate, Pornofotos und Werbebilder zu einem krassen Abbild menschlicher Wünsche, Träume und Obsessionen von Liebe, Erotik und Zuneigung.
Hubi W. Jäger besitzt eine sensible Aufmerksamkeit für seine Umwelt und ihre visuelle Seite, die er in seinen Arbeiten spontan und intensiv darzustellen weiß.
Mit seiner Ausstellung im Löwenpalais gelingt ihm ein Dreisprung zu den Themen Sex, Drugs und Rock 'n' Roll, vor allem aber eine mutige und gelungene Inszenierung der eigenen Betrachtung von Wirklichkeit.